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Rettung der alten Sust in Brunnen

Die Alte Sust in Brunnen (Schwyz), ein wichtiger Zeuge des spätmittelalterlichen Güterverkehrs in der Innerschweiz, kann dank der Unterstützung des Fonds Kristall der Stiftung ACCENTUS für künftige Generationen erhalten und neu genutzt werden.

Die Alte Sust in neuem Glanz
©Stiftung Accentus

Brunnen, am Handelsweg zum Gotthard gelegen, hatte bereits früh grosse Bedeutung als Hafen- und Umschlagplatz an der Nord-Süd-Achse. Die um 1470 erbaute stattliche Sust wurde vermutlich durch  mailändische Handelsinteressen angeregt. Sie diente einerseits als Herberge für Schiffer, Säumer und Fuhrleute, anderseits gewährleisteten die Lagerräume der Sust die sichere Verwahrung der Handelsware während der Nacht.

Das Konzept „Haus im Haus“
©Stiftung Accentus

Mit dem Bau einer neuen Sust bei der heutigen Schifflände im Jahr 1631 verloren die alten Lagerräume an Bedeutung. Später diente das Gebäude nur noch als Wohnhaus, bis es 1960 auch diese Nutzung verlor. Seitdem war das Gebäude den Naturkräften und dem Zerfall überlassen.

Da die meisten Susten in der Region im 19. und 20. Jahrhundert neuen Bauten weichen mussten, kommt der Alten Sust in Brunnen als Baudenkmal eine einzigartige Bedeutung zu. Sie ist ein wichtiger Zeuge des spätmittelalterlichen Güterverkehrs in der Innerschweiz und wurde deshalb von der kantonalen Denkmalpflege als Baudenkmal von nationaler Bedeutung deklariert. Insbesondere wertvoll ist der Umstand, dass ähnliche Einrichtungen sich kaum oder nur in stark veränderter Form erhalten haben.

Nach Jahrzehnten des Zerfalls ist das Kulturdenkmal wieder geschützt
©Stiftung zur Erhaltung der Alten Sust Brunnen

Vielfache Bemühungen, das ehrwürdige Baudenkmal zu bewahren, blieben lange erfolglos. Im Jahre 2010 wurde schliesslich die „Stiftung zur Erhaltung der Alten Sust Brunnen“ gegründet. In Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege wurde der alte Bruchsteinbau aufwendig saniert und wieder aufgebaut. Dank des Konzepts eines Hauses im Haus - es wurde eine komplett neue Innenhülle aufgebaut, welche von den alten Aussenwänden getrennt ist - konnte die alte Bausubstanz bewahrt und der zwischen Altbau und Innenhülle entstehende Zwischenraum für die Isolation genutzt werden.

Innenausbau mit natürlichen Materialien
©Stiftung zur Erhaltung der Alten Sust Brunnen

Um das Ensemble „Alte Sust“ besser zur Geltung zu bringen, wurde auch die Umgebung neu gestaltet und südlich der Sust ein einfacher Garten nach historischem Vorbild angelegt.

Dank der Stiftung zur Erhaltung der Alten Sust Brunnen kann das historisch bedeutende und in der Region einzigartige Gebäude auch für künftige Generationen erhalten und wieder neu genutzt werden.

Der Fonds Kristall der Stiftung ACCENTUS leistete einen wichtigen Beitrag zur Realisierung des Projektes.

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