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Renovation des Raddampfers „Unterwalden“

Gut zwei Jahre lang wurde das Dampfschiff „Unterwalden" von der Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) renoviert. Dank der Unterstützung des Fonds Kristall der Stiftung ACCENTUS wurde der Schaufelraddampfer, der auch Winston Churchill zu seinen Gästen zählte, auf den neuesten Stand gebracht.

Jungfernfahrt der „Unterwalden“ nach der Generalsanierung am 7. Mai 2011
©Stiftung Accentus

Die ehemalige Dampfschiffgesellschaft des Vierwaldstättersees bestellte das Dampfschiff 1899 beim Schiffbau-Unternehmen Escher Wyss in Zürich. Die Dampfmaschine der „Unterwalden“ wurde an der Weltausstellung Paris im Jahre 1900 dem Publikum präsentiert. Am 12. November 1901 fand der Stapellauf statt, und am 18. Mai 1902 wurde das Schiff dem Verkehr übergeben.

Das neue „Unterwaldenstübli“ auf dem Oberdeck
©Stiftung Accentus

Nach langen und bewegten Dienstjahren – unter anderem landete die „Unterwalden“ 1923 als Folge eines Navigationsfehlers im Park des Hotels Nidwaldnerhof in Beckenried und strandete 1956 im dichten Nebel östlich von Kehrsiten-Dorf – wurde die „Unterwalden“ 1976 ausser Dienst gestellt. Das weitere Schicksal des Dampfschiffes blieb danach ungewiss. Nach einer Totalsanierung erlebte die „Unterwalden“ 1985 eine triumphale Rückkehr.

Ende der 2000er-Jahre drängte sich eine erneute Generalrevision des einzigen von Bug bis Heck unter nationalem Denkmalschutz stehenden Schweizer Schiffes auf. Im Rahmen der Totalsanierung wurde das über die Jahre mehrmals veränderte Schiff äusserlich wieder in den Zustand der Zeitspanne zwischen 1920 und 1960 rückgebaut.

Fahrt in den Alpnachersee mit abgesenktem Steuerhaus und Kamin
©Stiftung Accentus

So wurden beispielweise der Kamin und das Steuerhaus wieder so konstruiert, dass das Schiff wie früher dank absenkbarem Steuerhaus und Teleskop-Kamin die Brücke in den Alpnachersee unterqueren kann. Restauriert wurde auch der Salon der 1. Klasse. Er ist im Stil des Neu-Rokoko gehalten und weist einen Parkettboden mit aufwändigen Blumen-Intarsien auf. Es handelt sich um die bislang umfangreichste Sanierung eines Vierwaldstättersee-Schiffes. Über 10 Millionen Franken wurde in den 109-jährigen Raddampfer investiert.

Sorgfältig restaurierter Salon 1. Klasse
©Stiftung Accentus

Mehr als 90‘000 Arbeitsstunden haben gut 60 Personen aus verschiedenen Berufsgruppen dafür aufgewendet, dass die ehrwürdige Schönheit aus dem Jahre 1902 wieder in ihrem Originalzustand glänzen darf. Am 7. Mai 2011 nahm die Veteranin in Begleitung der übrigen vier Raddampfer der Schifffahrtsgesellschaft Vierwaldstättersee (SGV) in einer festlichen Eröffnungsfahrt wieder ihren Dienst auf und lässt als schwimmendes Denkmal eine breite Schicht von Besuchern an der Faszination alter Technik teilhaben.

Der Fonds Kristall der Stiftung ACCENTUS konnte mit seiner Spende einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des einzigartigen Kulturgutes „Unterwalden“ leisten.

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